subject:
Sozial Forum Porto Allegre und FfO-Haushalt
-- globalisierungs ag
/ gag - Frankfurt a.d. Oder – gag-ffo@gmx.de
### 1. anlaesslich des Sozialforums
in Porto Allegre ein Text von Naom Chomsky,
`Die Globalisierung der
Demokratie` in Auszuegen; vollstaendig unter http://www.freitag.de/2002/06/02060501.php
### 2. einige
Gedancken zum Ffo-Haushalt
** 1. `Die Globalisierung der
Demokratie` Naom Chomsky **
Veto eines ´Virtuellen Parlaments´
Man kann
üeber die wirtschaftlichen Folgen der Liberalisierung des Kapitals sicher
streiten, ueber die politischen kaum: Sie bestehen in der Unterminierung der
Demokratie. Das wurde unter anderen Umstaenden von den USA und Großbritannien als den massgeblichen
Urhebern des Bretton Woods –Abkommens nach dem zweiten Weltkrieg sehr gut
begriffen. Ein entscheidender
Grund, weshalb diese Vereinbarungen auf die Regulierungen des Kapitals zielten,
bestand darin, den Regierungen zu erlauben, sozialdemokratische Reformprogramme
umzusetzen, für die es seinerzeit einen enormen Rueckhalt in der Bevoelkerung
gab.
Heute hingegen fuehrt die freie Bewegung des Kapitals zu einem
`virtuellen Parlament`das ein Veto-Recht bei allen Regierungsbeschluessen
besitzt und demokratische Optionen einschränckt. Mit anderen Worten: die
ungehinderte Bewegung des Kapitals konfrontiert die Regierungen des Westens mit
einem `zweifachen Elektorat`- Waehlern und Spekulanten. Letztere fuehren mit
ihren Entscheidungen in jedem Augenblick Abstimmungen ueber die
Regierungspolitik durch und legen – wenn sie es moegen – ein `Veto`ein, indem
die etwa die Waehrung eines Landes angreifen. Sogar in reichen Laendern behaelt
diese private Waehlerschaft die Oberhand.
Andere Komponenten der
neo-liberalen Programmen fuehren zum gleichen Effekt und Ziel:
Sozio-oekonomische Entscheidungen werden an unkontrollierte Machtkonzentrationen
abgegeben – ein wesentlicher Grundzug der neoliberalen Reformen. Es gibt seit
kurzem eine wesentliche Erweiterung dieses Angriffs. Ich denke an die
Verhandlungen, die gerade ueber ein Generalabkommen fuer die Liberalisierung von
Handel und Dienstleistungen in Qatar waehrend der WTO – Konferenz gefuehrt
wurden. Der Begriff `Dienstleistungen` bezog sich dabei auf alles, was
normalerweise demokratischen Optionen unterliegt: Gesundheitsfuersorge,
Ausbildung; Sozialversicherung, Kommunikation, Wasser, andere Ressourcen. Nur
ergibt es keinen Sinn das Transferieren der Dienstleistungen in private Haende
als `Handel` zu deklarieren. Aber ich denke, der Begriff des `Handels` wurde
seiner Bedeutung bereits so sehr entkleidet, dass er genauso gut auch auf die
Travestie ausgedehnt werden kann – und als Tarnname fuer die Uebergabe an die
Private macht herhalten muss.
Der Begriff `Dienstleistungshandel`
ist insofern ein Euphemismus für Programme...
--> www.gag-ffo.de/globdemo.htm
** 2. einige Gedancken zum FfO -
Haushalt!. **
Die gesetzliche Grundlage für die Kommunen ist doch, ihr Recht
auf kommunale Selbstverwaltung .Diese sicher zustellen ist der Bund und die
Länder verpflichtet ,die Kommunen ausreichend mit Geld zu versorgen. Welches
auch im Grundgesetz §§28.II und III sowie §106 geregelt ist. Dies erst einmal
zur rechtlichen Seite. Wichtiger ist doch das die Verwaltung und SPD und CDU
Frankfurt`s bereit sind auf wichtiges Geld für Investitionen zu verzichten. Oder
bestehen die Fraktionen auf das Geld aus Potsdam? Das Land kann ja nicht seinen
Haushalt auf Kosten der Kommunen sanieren. Ein Ausweg aus der derzeitigen
Haushaltssitution wäre, eine sehr große Mitbeteiligung der Einwohner/Innen
Frankfurt`s. Ein erster Anfang sind die Stadtteilkonferenzen. Diese brauchen
eine bessere Rechtsstellung. Dann ist es unbedingt erforderlich das der Haushalt
öffentlich diskutiert wird, und auch abgestimmt wird was mit unserem Geld hier
gemacht wird. Ein gutes Beispiel gibt die Stadt Porto Alegre (Brasilien) mit
ihren Bürgerhaushalt. Denkbar wäre auch ein Runder-Tisch, an dem alle
interessierten Vereine, Iniativen, Einwohner endscheiden wie es mit unserer
Stadt weiter geht. Zum Bürgerhaushalt von Porte Allergre gibt es ein Buch "Wie
partizipative Demokratie zu politisch-administrativen Verbesserungen führen
kann: der Bürgerhaushalt von Porte Alegre" geschrieben von Carsten Herzberg.
VerlagLIT Verlag Münster-Hamburg-London ISBN3-8258-5691-7
Ich
hoffe das unsere Stadtverordneten ein Rückrad haben um endlich dem Land
zuzeigen, auf unsern Rücken wird euer Haushalt nicht mehr saniert.
Mit freundlichen Grüßen
Matthias Dörr
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gag-ffo@gmx.de
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Wir sind eine
Gruppe von Erwerbstätigen, Sozialhilfeempfängern und Studenten.
Unser politisches Anliegen ist es,
die Folgen der einseitigen ökonomischen Globalisierung aufzuzeigen und durch
einen Ansatz zu erweitern, der sich eindeutig internationalistisch, solidarisch
positioniert und gegen die herrschende Verwertbarkeitsideologie wendet.
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Wir stellen den Rundbrief, und
uns zur internet-öffentlichen Diskussion unter
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