gag(Globalisierung-AG)?http://people.freenet.de/globalaction/ email: gag-ffo@gmx.de
Pressemitteilung
zur
Informationsveranstaltung
  
      



 Bürgerbewegungen im Prozeß der Globalisierung: 
Attac Deutschlandgruppe
und
Hinweis auf kommende Veranstaltung


Hinweis für eine Veranstaltung am 28.06.01 um 20.00h im Kontaktladen, 
Berliner Str.24, Film-
vorführung mit anschließender Diskussion. 
Thema des Films: "IWF Macht der Kredite"
Dokumentation, Frankreich 1999 (83 Min)
Sechs Monate lang ließ sich einer der mächtigsten Männer "in die  Karten" schauen: 
Miche Camdessus, Generaldirektor des Internationalen Währungsfonds (IWF)


Frankfurt, 22.06.2001

Am gestrigen Abend (Donnerstag, 21.06.)hat in der Europauniversität eine öffentliche Informa-
tionsveranstaltung zum Thema Bürgerbewegungen im Prozeß der Globalisierung stattgefunden. 
Der Referent, Oliver Moldenhauer von der Deutschlandgruppe des internationalen Netzwerkes 
zur demokratischen Kontrolle der Finanzmärkte, kurz: Attac(siehe Anlage) berichtete auf Einla-
dung der hiesigen frankfurter Globalisierungs-AG in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-
Stiftung Brandenburg sehr engagiert und wissensreich über wirtschaftliche Hintergründe und 
Beweggründe, Entstehungsgeschichte und gegenwärtigen Stand der internationalen Vernetzung 
innerhalb des Bündnisses.
Zunächst wurde den Teilnehmern einerseits aufgezeigt, wie die wirtschaftspolitischen Globalzu-
sammenhänge und vermeintlichen Zwänge, im sonst oft nur schemenhaft, mithin für den Laien 
undurchsichtig aufscheinenden Feld der globalen Wirtschaftsbeziehungen verstrickt sind, ande-
rerseits wie wenig wahr ist an dem politischen Offenbarungseid von der oft bemühten angeblich 
unausweichlichen Standortkonkurrenz und damit verbundenen nicht beeinflußbaren Grundregeln 
des Wettbewerbs. 
Der Referent faßte dies in der kurzen These zusammen, es handle sich sehr weitgehend um 
hausgemachte Probleme und eben nicht um Naturgesetzmäßigkeiten. Jene wären mit politischen 
Gestaltungswillen handhabbar zu machen. Der ungezügelte Wirtschaftsliberalismus zudem nicht 
die einzige menschenmögliche und menschengemäße Wirtschaftsordnung.
Dies überbrückte dann in den eigentlichen Gegenstand des Abends, nämlich wer und wie zur 
Rückgewinnung poltischer Handlungsfähigkeit agieren müßte oder doch mindestens durch Pro-
test unterschiedlichster Form erinnernd darauf hinwirken könnte.
Oliver Moldenhauer stellte dann die rasante Geschichte der Gruppe Attac dar. Diese nahm ihren 
Ausgang im intellektuellen, gewerkschaftlichen Spektrum Frankreichs im Jahre 1997, umfaßt 
aber inzwischen auch Bündnispartner von kirchlichen Gruppen über Umweltverbände zu Ar-
beitsloseninitiativen. Indes existieren auch Gruppen jenseits der Grenzen Frankreichs in Europa 
und Übersee. Beispielsweise in Canada, Deutschland, Polen,Schweden etc.
Die Arbeit bestehe zu grossen Teilen in Aufklärung, es gebe eine Initiative zur „Volksbildung“, 
allerdings auch in der Formulierung und logistsischen Vorbereitung von Protest und Gegen-
standpunkten bei Treffen wie jüngst beim EU Gipfel in-Göteborg oder demnächst bei dem Ge-
nua Gipfel der G8-Staaten. Er gab aber zu bedenken, daß gewaltförmige Protestformen nicht 
zum Repertoire gehörten. Es sollten vielmehr phantasievolle und kommunikative, wennzwar 
deutliche Ausdrucksformen entwickelt werden, um so Kritik inhaltlich und stichhaltig zu entfal-
ten.
Rundherum ein gelungener Abend, der ermuntert zum Betätigen im Rahmen der eigenen Mög-
lichkeiten, zum Aufbruch aus teilweise sebstverschuldeter Unmündigkeit und zum Aufbrechen 
von Verkrustungen politischer Alltagskultur. Handeln unter dem Leitbild: „global denken – lokal 
Handeln“!

Im Namen der gag (Globalisierung-AG), 

mit freundlichen Grüssen,





Anlage zu Attac


Kontakt: 
Attac-Büro, Artilleriestr. 6, 27283 Verden, 04231/957-591, Fax
957-594

E-Mail: info@attac-netzwerk.de
Website: www.attac-netzwerk.de.

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