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A N T I R A S S I S T I S C H E S F E S T zum Forumstext

##Wir laden zusammen mit anderen Frankfurter-Gruppen ein zur Mahnwache.
Am Mittwoch den 21. November um 16:30 in der Karl-Marxstr.
gegenüber den Lenne-Passagen.
Für ein emanzipatives von Gleichberechtigung und Freiheit
geprägtes Politikverständnis,
für eine solidarische und an der Idee des Rechts ausgerichtete Welt !
Gegen gewaltförmige Lösungen in Innen- und Aussenpolitik,
gegen eine Kasernierung der Freiheit draussen und drinnen!

## Donnerstag 18 Uhr Vortrag "Europäische Integration und Globalisierung"- Prof. Dr. Elmar Altvater, Otto Suhr Institut für Politikwissenschaften, Frei Universtät Berlin, im Rahmen des Programms von pogranicze-Grenzland; im Collegium Polonicum

## ein paar Fakten zu unseren Streitkräften die in Afghanistan den Terror stoppen sollen, oder wie war das jetzt gleich -->Krieg ist Terror
Die Bundeswehr "Eliteeinheit Kommando Spezialkräfte (KSK) als Pateneinheit für eine Eliteeinheit der Wehrmacht

Das Kommando Spezialkräfte hat im September 1996 ganz offiziel die Patenschaft für das sogenannte "Kameradenhilfswerk" der 78. Sturm- und Infanteriedivision, dies war 1943 die einzige Sturmdivision, sie "gehörte zu den Speerspitzen von Hitlers Wehrmacht" (Schwäbisches Tagblatt 6.5.1995).
Dem "Kameradenhilfswerk" gehören diejenigen ehemaligen Wehrmachtsoldaten an, die bewußt die damalige Tradition pflegen: Bei ihren Kameradschaftsabenden in der Calwer Bundeswehr-Kaserne wird an die gemeinsame Wehrmachtszeit erinnert. Zugleich veranstalten die "Alten Kameraden" dort auch Übungsschießen mit der G3 der Bundeswehr. Den alten Wehrmachtsangehörigen wurde in der Calwer Kaserne extra ein eigener Traditionsraum zur Verfügung gestellt. Sie werden betreut von ausgesuchten Offizieren der Calwer Bundeswehr. Im Mitteilungsblatt "Alte Kameraden" gibt es kein Bewußtsein dafür, daß "die Wehrmacht als Organisation des Dritten Reiches, in ihrer Spitze, mit Truppenteilen und mit Soldaten in Verbrechen des Nationalsozialismus verstrickt war" (Volker Rühe auf der 35.Kommandeurtagung der Bundeswehr am 17.November 1995 in München). Die Bundeswehr spielt hier ein Doppelspiel: In der Spitze klare Distanz zur Wehrmacht, bei den Truppen vor Ort bester Kontakt.
Die Eliteeinheit der Bundeswehr, das Kommando Spezialkräfte, übernimmt die Patenschaft für "Alte Kameraden" einer Eliteeinheit der Wehrmacht. Hier werden von der Bundeswehr skandalöse historische Zusammenhänge hergestellt!

(aus Informationsstelle Militarisierung e.V. (IMI))

Burgholzweg 116/2
72070 Tübingen
tel u. fax (07071) 49154
http://www.gaia.de/imi/imi1.htm


"die SPD ist Teil von jener Kraft, die stets das Gute will und doch das Böse
schafft!" (J.W.Goethe & Lore Lorenz)

Am Anfang des 21. Jahrhunderts begnügt sich die Sozialdemokratie nicht mehr
damit Kriegskredite im - auch nationalen - Interesse (!) zu bewilligen, sie
ist selbst zur unmittelbar kriegführenden Partei - im umfassenden Sinn des
Wortes avanciert.
Zudem entblödet sie sich auch noch, die geringsten parlamentarischen
Vorbehalte durch Blankette wegzuwischen.

?! Aufgabe für Vernunft und Verstand - oder geben beide auf ?!

Im zweiten Jahr nach Kosovo zieht die militaristische Logik ihre Kreise und
es wird erneut möglich auf die deutsche Geschichte zu rekurieren um FÜR den
Krieg zu plädieren - ein Kunstgriff ganz besonderer Abgefeimtheit!

Symbolisch geradezu das Datum an dem der Bundeskanzler Schröder vor die
willigen Zuhörer tritt, um zu verkünden, daß schließlich die - lang angediente -
Beteiligung deutscher Streitkräfte-Verbände durch die USA angefordert
wurden, worauf nun zu reagieren sei.
Warum symbolträchtig? Weil sich am Mittwoch die Errichtung des
Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zum vierzigsten
Male jährt. Jene Institution, deren Gestaltungsmacht mit nur einem
verschwindenden Bruchteil der Mittel auskommen muß, die dem Militäretat zur Verfügung
stehen!
Ein politischer Fakt, dem nicht zu unterschätzende Bedeutung für die
Erklärung der Entstehung "des Terrorismus" zukommt!


p.s.: werte LeserInnen, die Sozialdemokratie steht hier nur als Teil für das
Ganze. Mithin kann von einer Einebnung oder Nivellierung der Unterschiede im
politischen Meinungsschlagabtausch nach den Regeln des Schaukampfes
gesprochen werden - auch hier gilt: wer von politischer Verantwortung nicht reden
will, soll vom Kriege schweigen!

www.gag-ffo.de
Wir stellen unseren Rundbrief und uns zur internet-öffenrlichen Diskussion
http://www.glashausgaragengalerie.de/cgi-bin/gaestebuch.cgi

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Sag nein zum Krieg!

Wir laden ein und rufen zusammen mit anderen Gruppen auf zur Mahnwache gegen den Krieg! -am Donnerstag den 1. November 2001 um 16 30 in der Karl Marxstrasse gegenüber den Lenne Passagen-. Terroriamus ächten für friedliche Konfliktlösungen!

Seit dem 7. Oktober bombardieren US-amerikanische und zum Teil britische Streitkräfte Städte und militärische Einrichtungen in Afghanistan. Offiziell geht es bei dieser Militäraktion darum, den für die Massaker in New York und Arlington verantwortlich gemachten Usama Bin Ladin zu fassen und das ihn unterstützende Taliban-Regime in Kabul zu stürzen.
Daran, daß die Hintermänner der barbarischen Anschläge in den USA vom 11. September 2001 zur Rechenschaft zu ziehen sind, besteht kein Zweifel. Wohl aber daran, daß dies mit kriegerischen Mitteln, mit Bombardements zu bewerkstelligen sein wird. Denn dagegen spricht die Erfahrung. Weder ist es den alliierten Truppen 1991 während des Golfkrieges gelungen, den zum Hitler der 90er Jahre deklarierten irakischen Staatschef Hussein zu töten, noch konnte man bisher auf dem Balkan einer nennenswerten Zahl von Kriegsverbrechern und Leuten, die die Nato dazu erklärt hat, habhaft werden. Und so macht die US-amerikanische "Kampagne" bisher auch einen eher hilflosen Eindruck: Als in der ersten Woche der Angriffe eine 2000-Pfund schwere Hightech-Bombe ihren Bestimmungsort um mehrere Hundert Meter verfehlte und in ein Wohngebiet krachte, erwähnte das US-Verteidigungsministerium nebenbei, daß das eigentliche Ziel ein einzelner (!) Hubschrauber auf dem Kabuler Flughafen gewesen sei. Man könnte das auch nennen: mit Kanonen auf Spatzen schießen. Ein solches Vorgehen nimmt zweifellos jede Menge ziviler "Kollateralschäden" in Kauf.

www.dfg-vk.de/aktionen/terror138.htm
www.dfg-vk.de/aktionen/terror137.htm

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Medien, Staat und Terror Einige Anmerkungen zu repressiven Aspekten einstürzender Turmbauten "Diese so vollkommene Demokratie stellt selber ihren unvorstellbaren Feind her, den Terrorismus. Sie will nämlich lieber, dass man sie nach ihren Feinden und weniger nach ihren Ergebnissen beurteilt" Guy Debord
Die beiden überregionalen und überszenischen anarchistischen Zeitungen hatten kürzlich noch gleichlautend mit "Gipfel der Staatsgewalt" getitelt (vgl. graswurzelrevolution Nr.261 und direkte aktion Nr.147). Gemeint war mit diesem Wortspiel die ungeheure Repression beim Gipfeltreffen der G8-Staaten im Juli in Genua. Dass das aber längst noch nicht der Gipfel war, wird sich vermutlich in den kommenden Wochen, wenn nicht Monaten oder Jahren zeigen. Die politischen Konsequenzen der Attentate auf die beiden Türme des World Trade Center und aufs Pentagon sind in vollem Gange und dennoch in ihren Ausmaßen nicht ansatzweise abzusehen. Ob die veränderte Skyline New Yorks und einige Tausend Tote die geopolitischen und militärischen Träume der USA wahrmachen werden, wie die junge Welt behauptet (jW, 22./23.09.2001), steht zu befürchten. Aber nicht nur in der Außenpolitik der USA wird geballte Staatsgewalt im Globalformat auf den Plan gerufen. In allen Staaten der westlichen Welt, für die die Attentate von New York ein Einheit stiftendes Ereignis ohne Gleichen wurden, werden repressive Politiken überdacht, neu formuliert und vor allem verschärft. Angesichts der Kanzler-Interpretation vom "Angriff auf die zivilisatorische Welt" redet in Deutschland niemand mehr vom Makedonien-Einsatz der Bundeswehr, Scharpings Karriere wurde am 11.September gerettet und die taz macht auf der Titelseite (22./23.09.2001) Vorschläge für eine neue deutsche Außenpolitik. Über die Kritik am geplanten Einwanderungsgesetz wird weniger geredet, nur die Rechten nutzen die Opfer von New York noch in der selben Woche, um für Verschärfungen zu plädieren. Innere Sicherheit wird nicht nur groß geschrieben wie schon lange, sondern auch noch fett und schnell.

Apropos Schreibweisen. Der 12. September war ein großer Tag für die Medien. Brennpunkte gab es nicht nur in Manhattans Süden und der ARD, sondern auf allen Sendern, die ihr Programm nich t aus Pietätsgründen kurzfristig eingestellt hatten: Die Omnipräsenz eines Ereignisses in den Medien, wie es sie seit dem Fall der Berliner Mauer nicht mehr gegeben hat, wenn überhaupt schon ein mal. Die Zeit publiziert die erste Sonderausgabe ihrer Geschichte, die brennenden zwei Türme in allen Farben und Variationen des Einsturzes auf den Illustrierten der nächsten Woche. Schon weil Einheit so wenig Widerspruch und kein Zögern duldet, ist sie suspekt. Doch außer der Betroffenheit ist wenig Verlässliches. Vielleicht ist die Welt, wie in diesen Tagen dauernd gesagt wird, wirklich nicht mehr so, wie sie war (aber wann war sie das schon mal?!): Dass dem Irrsinn der Attentäter ein anderer von Seiten der USA auf dem Fuße folgen würde, erkennt die taz direkt, so auch Jungle World und junge Welt. Andere Zeitungen haben die Stars and Stripes nicht nur semiotisch dem Logo unterlegt (BILD, WamS), sondern inhaltlich jedem Artikel. Dass es für den Irrsinn keine ursächliche Erklärung gäbe, erklärt ausgerechnet ein Soziologe und das in der taz. Der Luhmann-Fan Peter Fuchs hält Terror für ein eigenes, autonomes Funktionssystem, "irritierbar, aber nicht intervenierbar" (taz, 18.09.2001). Keine Eingriffsmöglichkeit bescheinigt auch Hans Magnus Enzensberger der Situation, allerdings in der FAZ, und diagnostiziert die universale Charaktereigenschaft, die Terrorristen mit Warlords, BefreiungskämpferInnen, Guerilleros und Hitler teilen, nämlich den Drang zur "Selbstzerstörung" (FAZ, .18.09.2001). Dem systemtheoretischen und dem todestriebverliebten Abschied von der Suche nach Zusammenhängen wird aber in den selben Blättern auch entgegengehalten. So analysiert der Philosoph Giorgio Agamben in Anlehnung an Foucaults Regierungs-Theorem (vgl. Apoplex, Schlaganfall für Münster, anarchistisch, lokal, monatlich, linksradikal, Nr.76) Terror als Komplizen staatlicher Sicherheitspolitik: "Nichts ist daher notwendiger als eine Revision des Begriffs der Sicherheit als Leitgedanken staatlicher Politik" (FAZ, 20.09.2001). Und für Klaus Theweleit ist der Angriff auf die phallischen Gebäude "banal gesagt, ein Tritt in die Eier, der auch den Kopf trifft" (taz, 19.09.2001).
Der Kampf für die Rechte von MigrantInnen und antimilitaristische Positionen werden sich in Zukunft vor ungeahnte Legitimationsbedürftigkeiten gestellt sehen. Und sie werden ihre intellektuellen Verbündeten mehr denn je überall und nirgends suchen müssen. Die Regierungsberatung der taz ist dabei vermutlich noch die harmlosere Antipose. Dass eine Spur der Attentäter auch in studentische Milieus deutscher Großstädte führte, nutzt der RCDS im Einklang mit FAZ-Leserbriefschreibern dazu, die verfassten Studierendenschaften, insbesondere Linke ASten, unter Generalverdacht zu stellen. Sozialistische Gruppen hätten schließlich mit dem militanten Flügel des Islam einen Antiamerikanismus gemeinsam. Ohne Tatbeweise und konkretes Ziel zieht die US-Armee derweil mit eingeschworener NATO-Unterstützung in den Krieg. Diesem werden - die USA rüsteten zum "Sturm" (WamS) - wie schon im zweiten Golfkrieg naturhafte Züge attestiert. Natur und archaische Denkmuster wie Rache und Vergeltung sind Opfern gesellschaftlicher Greueltaten in der Geschichte allerdings äußerst selten zu Hilfe geeilt. Und anderen auch nicht. Dass verschiedene Aktionen im Rahmen der Globalisierungskritik von einigen US-amerikanischen Nichtregierungsorganisationen abgesagt wurden, ist in Zeiten, in denen von Genua kaum mehr jemand etwas wissen will, bezüglich emanzipatorischer Politik sicherlich das falsche Signal.

Johannes von Hösel
http://www.graswurzel.net/262/repression.shtml
http://www.graswurzel.net/262/kreuzzug.shtml
"Kein Krieg - für Solidarität und soziale Gerechtigkeit"-"Krieg ist keine Lösung"- "Gerechtigkeit statt Krieg und Terror"-"Bundeswehr abschaffen"-"Nein zum imperialistischen Krieg". : Mit diesen Plakaten haben am Sonntag in Berlin Zehntausende gegen die US-Angriffe auf Afghanistan demonstriert.

Krieg ist Terror


+++++Montag Demonstration von Schülern gegen Krieg und für Frieden!
Treffpunkt 13 30 Karl Marxstr. Höhe Karl Ritter Platz +++++ nähere Informationen sind bei den Schulen zu erfragen!
++++

Donnerstag den 25. Oktober ab 1630bis 1830 in der Karl Marxstr Frankfurt Oder. gegenüber den Lenne Passagen. Treffen zur gemeinsamen Mahnwache + Kundgebung + Redebeiträge sind erwünscht (der Veranstalter behält sich das Ausschlußrecht, gegen nationalistische und rassistische Reden vor)
aber heute ist nicht alle Tage der Protest geht weiter Infos auf dieser Seite!!

zum Forumstext

Autor des folgenden Textes ist Robert Bowmann, früher Kampfflieger in Vietnam heute Bischof der kath. Kirche in New York.
- Wenn wir uns weiterhin über die wahren Hintergründe des Terrorismus täuschen lassen, wird er uns so lange weiter bedrohen, bis wir vernichtet werden. Die Wahrheit ist, dass keine unserer tausend Atomwaffen uns vor dieser Bedrohung schützen kann. Kein Star-War-System - ganz egal wie technisch hochentwickelt, ganz egal wie viele Milliarden Dollar hineingesteckt worden sind - kann uns vor einer Atomwaffe schützen, die in einem Segelboot oder in einer Cessna, in einem Koffer oder in einem Mietwagen ankommt. Nicht eine einzige Waffe in unserem riesigen Arsenal, nicht ein Cent der 270 Milliarden Dollar, die wir jährlich für sogenannte Verteidigung ausgeben, kann uns gegen eine Terroristenbombe schützen. Das ist eine militärische Tatsache.

Als Oberstleutnant im Ruhestand und jemand, der häufig Vorträge zum Thema nationale Sicherheit gibt, habe ich oft den Psalm 33 zitiert: "Wenn ein König in der Schlacht den Sieg erringt, dann verdankt er das nicht seiner großen Armee; und wenn ein Krieger heil davonkommt, dann liegt es nicht an seinen starken Muskeln." Die Frage ergibt sich: "Was können wir dann tun? Gibt es denn nichts, wodurch wir unseren Bürgern Sicherheit bieten können?"

Doch! Aber um das zu begreifen, müssen wir die Wahrheit über die Bedrohung kennen. Als Präsident Clinton dem amerikanischen Volk erklärte, warum wir Afghanistan und den Sudan bombardierten, sagte er nicht die Wahrheit. Er sagte, wir wären das Ziel des Terrorismus, weil wir für Demokratie, Freiheit und Menschenrechte stehen. Unsinn!

Wir sind das Ziel der Terroristen, weil unsere Regierung fast weltweit für Diktatur, Sklaverei und Ausbeutung steht. Wir sind das Ziel der Terroristen, weil wir gehasst werden. Und wir werden gehasst, weil unsere Regierung hassenswerte Taten begangen hat. In wie vielen Ländern haben die Vertreter unserer Regierung Führer, die von der Bevölkerung gewählt waren, abgesetzt und durch Militärdiktatoren ausgetauscht, die nichts anderes als Marionetten und bereit waren, ihre eigenen Bürger an amerikanische Großkonzerne zu verkaufen?

Wir taten dies im Iran, als die US-Marine und das CIA Mossadegh absetzten, weil er die Ölindustrie nationalisieren wollte. Wir ersetzten ihn durch den Schah, und wir bewaffneten, trainierten und bezahlten dessen gehasste Geheimpolizei, die die Menschen im Iran versklavte und terrorisierte nur um die finanziellen Interessen unserer Ölkonzerne zu schützen. Ist es da ein Wunder, dass es Leute im Iran gibt, die uns hassen?

Wir taten dies in Chile. Wir taten dies in Vietnam. Und es ist noch nicht so lange her, da versuchten wir, es auch im Irak zu tun. Und natürlich, wie oft haben wir es in Nicaragua getan und in all den anderen latein-amerikanischen Bananenrepubliken? Wieder und wieder haben wir angesehene Führer verdrängt, die den Reichtum des Landes unter den Leuten, die dafür gearbeitet haben, verteilen wollten. Wir ersetzten sie durch mörderische Tyrannen, die ihre eigenen Leute verkauften, sodass der Reichtum des Landes durch Konzerne wie Domino Sugar, Folgers und Chiquita Banana ausgebeutet werden konnte.

In einem Land nach dem anderen hat unsere Regierung Demokratie vereitelt, Freiheit unterdrückt und ist auf den Menschenrechten herumgetrampelt. Deswegen wird sie rund um die Welt gehasst. Und deswegen sind wir das Ziel der Terroristen.

In Kanada genießen die Menschen Demokratie, Freiheit und Menschenrechte; ebenso die Menschen in Norwegen und Schweden. Hast du schon mal von einer kanadischen Botschaft gehört, die bombardiert wurde? Oder von einer norwegischen oder schwedischen?

Wir werden nicht gehasst, weil wir Demokratie ausüben, Freiheit schätzen oder die Menschenrechte unterstützen. Wir werden gehasst, weil die amerikanische Regierung diese Dinge den Menschen in den Dritte-Welt-Ländern versagt, deren Rohstoffe von unseren Großkonzernen begehrt werden: Der Hass, den wir säten, ist zurückgekommen, um uns in der Form des Terrorismus zu bedrohen - und in der Zukunft: Atomterrorismus!

Sobald die Wahrheit erkannt ist, warum diese Bedrohung besteht, wird die Lösung klar: Wir müssen unsere Richtung ändern. Unsere Atomwaffen loszuwerden - gegebenenfalls einseitig - wird unsere Sicherheit erhöhen, und eine drastische Änderung unserer Außenpolitik wird sie garantieren.

Anstatt unsere Söhne und Töchter um die Welt zu schicken, um Araber zu töten, damit wir das Öl, das unter deren Sand liegt, haben können, sollten wir sie senden, um deren Infrastruktur wieder in Stand zu setzen, reines Wasser zu liefern und hungernde Kinder zu füttern. Anstatt damit weiterzumachen, tagtäglich Hunderte von irakischen Kindern durch unsere Sanktionen umzubringen, sollten wir den Irakern helfen, ihre Elektrizitätswerke, ihre Wasseraufbereitungsanlagen und ihre Krankenhäuser wieder aufzubauen - all die Sachen, die wir zerstörten und deren Wiederaufbau wir verhinderten.

Anstatt Terroristen und Todesschwadronen auszubilden, sollten wir die School of Americas schließen. Anstatt Aufstand, Zerrüttung, Mord und Terror weltweit zu unterstützen, sollten wir den CIA abschaffen und das Geld Hilfsorganisationen geben.

Kurzum, wir sollten Gutes tun anstelle von Bösem. Wer würde versuchen, uns aufzuhalten? Wer würde uns hassen? Wer würde uns bombardieren wollen? Das ist die Wahrheit, die die amerikanischen Bürger - und die Welt - hören müssen.

(Erschienen Frühjahr 1999 in "DER PFLUG" - Publikation der Bruderhöfe)


.Globalisierungsarbeitsgruppe FfO
www.gag-ffo.de